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kultur2026-05-11

Große Moderne im Alten Barockrathaus

Max Beckmann trifft Armand Besch Im Kunstmuseum Bayreuth begegnen sich derzeit zwei Blicke auf eine bewegte Zeit: die Grafiken von Max Beckmann, einer zentralen Figur der Moderne, und die Fotografien von Armand Besch. Die Ausstellung „AugenZeugen mit Stift und Kamera“ zeigt Kunst nicht als Dekoration, sondern als persönliche Beobachtung gesellschaftlicher Umbrüche.

Große Moderne im Alten Barockrathaus

Im Kunstmuseum Bayreuth treffen derzeit zwei Blicke auf eine unruhige Zeit aufeinander: die Grafiken von **Max Beckmann** und die Fotografien von **Armand Besch**. Die Ausstellung **„AugenZeugen mit Stift und Kamera“** zeigt Kunst nicht als Dekoration, sondern als persönliche Beobachtung gesellschaftlicher und politischer Umbrüche.

Beckmann gehört zu den großen Figuren der Moderne. Seine Grafiken zeigen Stadtleben, Krieg, Vergnügen, Jahrmarkt, Hotelzimmer und Menschen in Rollen, Masken und Momenten der Unsicherheit. Es sind keine neutralen Bilder. Beckmann schaut auf seine Zeit wie auf eine Bühne, auf der das Private, das Politische und das Abgründige ineinanderlaufen.

Armand Besch nähert sich derselben Frage mit der Kamera. Er fotografierte Großstadt, Alltag, Arbeit, Freizeit, Natur und Kriegserfahrung. Seine Bilder verbinden dokumentarischen Blick mit künstlerischem Anspruch. Besonders spannend ist dabei der Gegensatz: hier das pulsierende Stadtleben, dort stille Landschaften und Naturbilder.

Das Plakatmotiv bringt die Ausstellung auf den Punkt: Beschs Selbstporträt im Fotostudio trifft auf Beckmanns **„Selbst im Hotel“**. Zwei Künstler, zwei Medien, eine Haltung: Beide verstehen sich als Augenzeugen einer Welt im Wandel.

Im Alten Barockrathaus begegnen sich Stift und Kamera, Moderne und Fotografie, persönlicher Blick und Zeitgeschichte. Wer Kunst nicht nur schön, sondern als Zeugnis einer Epoche sehen will, sollte hier genauer hinschauen.