Ökologisch-Botanischer Garten Bayreuth: Öffentliche Führungen durch eine Welt voller Pflanzen
Der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth bietet regelmäßig öffentliche Führungen an. Der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth ist einer der besonderen Orte der Stadt: kein..

Der Ökologisch-Botanische Garten der Universität Bayreuth ist einer der besonderen Orte der Stadt: kein klassischer Park, sondern ein lebendiger Garten für Pflanzenvielfalt, Forschung, Bildung und Naturerleben.
Auf rund 16 Hektar zeigt der ÖBG Pflanzen und Lebensräume aus verschiedenen Teilen der Erde. Im Freigelände führt der Weg durch naturnah gestaltete Bereiche aus Amerika, Asien und Europa – mit Wäldern, Heide-, Moor-, Steppen- und Dünenlandschaften. Gerade im Jahreslauf verändert sich der Garten stark: Sommerblüten, Herbstfärbung, Gewächshausklima und Nutzpflanzenbereiche zeigen immer wieder andere Seiten des Gartens.
Besonders interessant sind die öffentlichen Führungen. Laut ÖBG finden sie regelmäßig statt: jeden ersten Sonntag im Monat um 10 Uhr zu speziellen Themen, von April bis September an ausgewählten Mittwochabenden um 17.30 Uhr sowie von April bis Oktober an jedem dritten Sonntag im Monat um 14 Uhr als allgemeine Gartenführung.
Für Besucher ist das praktisch: Man kann den Garten zwar auch allein erkunden, bekommt bei einer Führung aber Zusammenhänge erklärt, die man sonst leicht übersieht. Warum wachsen bestimmte Pflanzen genau hier? Welche Lebensräume werden im Freigelände nachgebildet? Welche Rolle spielen Gewächshäuser, Nutzpflanzen und ökologische Forschung? Und warum ist der ÖBG nicht nur für Pflanzen, sondern auch für Tiere interessant?
Im Nutzpflanzengarten wachsen im Sommer über 700 Arten und Sorten: Gemüse, Gewürze, Getreide, Pseudocerealien, Hirsen, Öl-, Faser- und Färbepflanzen, Energiepflanzen, Sommerblumen und selten gewordene Ackerwildkräuter. Auch ein Heilpflanzengarten mit Informationstafeln gehört dazu. Auf der Streuobstwiese stehen über hundert alte und neue Sorten von Äpfeln, Birnen, Zwetschgen, Kirschen und Quitten.
Dazu kommen die Gewächshäuser. Dort werden über 5.000 Pflanzenarten kultiviert. Besucher erleben tropische Tieflandregenwälder, Trockenwälder, Nebelwaldpflanzen, tropische Hochgebirgspflanzen und Kübelpflanzen aus verschiedenen Weltregionen. Gerade die Gewächshäuser machen den ÖBG auch bei wechselhaftem Wetter interessant.
Der ÖBG ist außerdem ein Lebensraum für Tiere. Durch das Mosaik aus Dünen, Heiden, Trockenrasen, Steppen, Wäldern, Gewässern, Feuchtwiesen und Mooren haben sich viele Arten angesiedelt. Genannt werden unter anderem 176 Wildbienenarten, 170 Wanzenarten, neun Amphibienarten und 16 Fledermausarten.
Für Bayreuther, Studierende, Familien, Naturinteressierte und Besucher ist der ÖBG deshalb ein starker Ausflugstipp: kostenlos zugänglich, gut erklärbar, fotogen und bei Führungen besonders lehrreich.